Fahradtouren im Havelland

Wer im Havelland Fahrrad fährt, lässt sich ein auf eine Landschaft mit weiten Feldern und Wiesen, dichten Kiefernwäldern und romantischen Fluss- und Seeufern. Dabei kommen Sie auch immer wieder durch historische Städte oder kleine märkische Dörfer mit schönen Dorfkirchen, in denen der Reiz vergangener Zeiten bewahrt wurde. Vor allem für Familien und Gelegenheitsradler ist die flache Landschaft ein ideales Ziel. Alle Radwege sind mit einer Knotenwegweisung hervorragend ausgeschildert.

Auf den folgenden Seiten bieten wir Ihnen Tourenvorschläge mit GPS-Daten zum Download für ein Navigationsgerät. Diese Touren führen über Radwege und Landwirtschaftswege, aber auch auf wenig befahrenen Landstraßen entlang. Zu jeder Jahreszeit entfalten diese Touren durch die einzigartige Landschaft einen ganz eigenen Reiz. Gerne können Sie bei uns ein Navigationsgerät für Fahrräder ausleihen.

Streckenplan: Lochow-Witzke-Rhinbrücke-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Lochow

wurde als Vorwerk von Ferchesar Anfang 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Derzeit wohnen 15 Einwohner hier, der Ortsteil hat viele Ferienhäuser. Als Besonderheit gilt das Forsthaus der Familie von Bredow, die zum Kriegsende enteignet wurde.

Das Forsthaus ging 1991 wieder zurück in den Familienbesitz. "Kartoffeln mit Stippe", der Bestsellerroman der Ilse Gräfin von Bredow, beschreibt ihre Kindheitserinnerungen an diese Gegend.

Witzke

ist mit seinen etwa 120 Einwohnern ein Gassendörfchen am Witzker See, umgeben von einer Luchlandschaft. Es wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Viele Besitztümer gehören der Familie von Hagen.

Erwähnenswert ist die Fachwerkkirche mit ihrem quadratischen Turm an der Westseite und den spitzbogigen Holzfenstern. Die Kirche besteht aus einem Tonnengewölbe mit aufgemalten Kassetten. Der Kanzelaltar und die Empore stammen aus der Bauzeit.

Ferchesar

mit seinen derzeit 367 Einwohnern, wurde 1438 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzungen werden den Herren von Stechow und von Knoblauch zugeordnet. Als ältestes Haus gilt die Gärtnerei der Familie Seeger aus dem 17. Jahrhundert. Das ehemalige Schloss der Familie von Knoblauch stand bis 1945 in Ferchesar, heute steht auf den Grundmauern ein Mehrfamilienhaus.

Die Kirche in Ferchesar wurde 1735 mit Ziegeln aus den Ziegeleien der Familie von Knoblauch erbaut. 1907 wurde zu Ehren der Familie von Knoblauch der mittlerweile 3. Turm seit Bau der Kirche eingeweiht. Die Zwiebelkuppel erregt immer wieder Interesse der Besucher des Ortes. Den Altar aus dem 17. Jahrhundert baute ein Handwerksmeister aus Friesack. Bis 1969 gab es eine Herrschaftsloge im südlichen Kreuzarm von der Familie von Knoblauch. Wegen Schwammbefall musste sie abgerissen werden. Die Glocke der Kirche stammt ausspätgotischer Zeit.

Gaststätten:

"Zur Havelländischen Seeperle", Dorfstr. 4
"Waldschlösschen", Campingpark Buntspecht
"Eiscafe Behtke", An der Dranseschlucht

Streckenplan: Lochow-Witzke-Rhinbrücke-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Ferchesar

mit seinen derzeit 367 Einwohnern, wurde 1438 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzungen werden den Herren von Stechow und von Knoblauch zugeordnet. Als ältestes Haus gilt die Gärtnerei der Familie Seeger aus dem 17. Jahrhundert. Das ehemalige Schloss der Familie von Knoblauch stand bis 1945 in Ferchesar, heute steht auf den Grundmauern ein Mehrfamilienhaus.

Die Kirche in Ferchesar wurde 1735 mit Ziegeln aus den Ziegeleien der Familie von Knoblauch erbaut. 1907 wurde zu Ehren der Familie von Knoblauch der mittlerweile 3. Turm seit Bau der Kirche eingeweiht. Die Zwiebelkuppel erregt immer wieder Interesse der Besucher des Ortes. Den Altar aus dem 17. Jahrhundert baute ein Handwerksmeister aus Friesack. Bis 1969 gab es eine Herrschaftsloge im südlichen Kreuzarm von der Familie von Knoblauch. Wegen Schwammbefall musste sie abgerissen werden. Die Glocke der Kirche stammt ausspätgotischer Zeit.

Gaststätten:

"Zur Havelländischen Seeperle", Dorfstr. 4
"Waldschlösschen", Campingpark Buntspecht
"Eiscafe Behtke", An der Dranseschlucht

Wassersuppe:

Wassersuppe ein Sackgassendorf mit 110 Einwohnern, dass 1441 erstmals urkundlich erwähntEin Wehr das manchmal "suppte" soll an der ungewöhnlichen Namensgebung schuld sein. Der Ort gehörte zu den Besitzungen derer von Wuthenows, die am See 1541 einen Wohnhof und 1608 einen Rittersitz errichteten.
Ferner gibt es hier das Gutshaus von der Hagen aus dem Jahre 1780. Die Kirche von Wassersuppe ist ein Fachwerkbau in Saalform mit Dachturm aus dem Jahre 1756, der im 19. Jhd. als Backsteinbau erweitert wurde. Das Kirchenschiff hat barocke Rundbogenfenster, der ebenfalls barocke Altar ist aus dem Jahre 1703.
Die Kirche von Wassersuppe galt als eine der Ärmsten im ganzen Havelland. Am See befindet sich ein Wasserwanderrastplatz und ein Verleih von Kajak und Canadier.

Hohennauen:

wurde erstmals 1386 urkundlich erwähnt und gilt mit seinen etwa 750 Bewohnern als Eingangstor zum Ländchen Rhinow.
Familie von Hagen besitzt seit dem 15. Jahrhundert ein Schloss. Das zweite große Gutshaus im Ort gehörte der Familie Kleist. Unter ihm sind Reste einer Burganlage gefunden worden.
Bemerkenswert ist die barocke Kirche, die insgesamt drei Mal wiederaufgebaut wurde. Der massive Wehrturm mit den Schießscharten stammt aus dem Jahre 1200. Aus dem 16. Jahrhundert ist der geschnitzte Altar, die hölzerne Kanzel stammt aus dem Jahre 1610 und die Orgel ist aus dem 18. Jahrhundert und heute noch spielbar.
An Seeufer gibt es eine Anlegestelle für die "MS Sonnenschein", die zwischen Hohennauen und Rathenow verkehrt.

Gaststätten:

Exquisites Fischrestaurant "Strandgut" am Hohennauener See
"Pille Palle" im Ortskern von Hohennauen

An der Lötze

Die Lötze, ein kleines Paradies am Hohennauener- Ferchesarer See, ist ein schlossähnliches Herrenhaus und liegt zwischen Hohennauen und Semlin. Früher war es eine Ziegelei, welche aber abbrannte. Der Berliner Fuhrunternehmer Robert Hennecke baute mit Hilfe von Kriegsgefangenen des ersten Weltkrieges ein Herrenhaus und einen Musterbetrieb für Viehhaltung und galt weithin als Vorbild. Zu DDR- Zeiten baute der VEB "Carl-Zeiss-Jena" ein Kinderferienlager, der Saal im Schloss wurde als Speisesaal genutzt.

Gaststätten:

In Semlin gibt es die "Fischerhütte am See", "Guthans Gasthof" am Dorfeingang, "Das Bauernstübchen", ein Restaurant für afrikanische Spezialitäten, sowie mehrere Eiscafes, einen Hafen am See und das "Wikingerschiff" als Attraktion.
Eine Anlegestelle für die "MS Sonnenschein" aus Rathenow gibt es ebenfalls.
Immer am ersten August- Wochenende findet in Semlin der bekannte Drei- Seen- Lauf statt. Es können 8 km, 18 km und 26 km - Touren gelaufen oder gefahren werden. An dieser Veranstaltung nahmen 2008 über 800 Teilnehmer teil.

Streckenplan: Lochow-Dickte-Kleßen-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Lochow

wurde als Vorwerk von Ferchesar Anfang 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Derzeit wohnen 15 Einwohner hier, der Ortsteil hat viele Ferienhäuser. Als Besonderheit gilt das Forsthaus der Familie von Bredow, die zum Kriegsende enteignet wurde Es ging 1991 wieder zurück in den Familienbesitz. "Kartoffeln mit Stippe", der Bestsellerroman der Ilse Gräfin von Bredow, beschreibt ihre Kindheitserinnerungen an diese Gegend.

Kleßen

Am Kleßener See gelegen, wurde der Ort 1280 erstmals urkundlich als Eigentum der Grafen von Bredow erwähnt. Um 1800 gab es am See ein Bade- und Teehaus welches zum Kleßener Schloss gehörte. Im heutigen Schulhaus aus dem Jahre 1854 befindet sich ein interessantes Spielzeugmuseum für Jung und Alt.

Im Schlosscafe kann man Kaffee trinken und im Schlossgarten kann man verweilen. Die heutige Fachwerkkirche in Saalform stammt aus dem Jahre 1698, der Turm von 1886. Kleßen hat heute etwa 400 Einwohner.

Streckenplan: Lochow-Ferchesar-Witzke-Wassersuppe-Hohennauen-Lötze-Semlin-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Lochow

wurde als Vorwerk von Ferchesar Anfang 1400 erstmals urkundlich erwähnt. Derzeit wohnen 15 Einwohner hier, der Ortsteil hat viele Ferienhäuser. Als Besonderheit gilt das Forsthaus der Familie von Bredow, die zum Kriegsende enteignet wurde Es ging 1991 wieder zurück in den Familienbesitz. "Kartoffeln mit Stippe", der Bestsellerroman der Ilse Gräfin von Bredow, beschreibt ihre Kindheitserinnerungen an diese Gegend.

Ferchesar

mit seinen derzeit 367 Einwohnern, wurde 1438 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzungen werden den Herren von Stechow und von Knoblauch zugeordnet. Als ältestes Haus gilt die Gärtnerei der Familie Seeger aus dem 17. Jahrhundert. Das ehemalige Schloss der Familie von Knoblauch stand bis 1945 in Ferchesar, heute steht auf den Grundmauern ein Mehrfamilienhaus.

Die Kirche in Ferchesar wurde 1735 mit Ziegeln aus den Ziegeleien der Familie von Knoblauch erbaut. 1907 wurde zu Ehren der Familie von Knoblauch der mittlerweile 3. Turm seit Bau der Kirche eingeweiht. Die Zwiebelkuppel erregt immer wieder Interesse der Besucher des Ortes. Den Altar aus dem 17. Jahrhundert baute ein Handwerksmeister aus Friesack. Bis 1969 gab es eine Herrschaftsloge im südlichen Kreuzarm von der Familie von Knoblauch. Wegen Schwammbefall musste sie abgerissen werden. Die Glocke der Kirche stammt ausspätgotischer Zeit.

Gaststätten:

"Zur Havelländischen Seeperle", Dorfstr. 4
"Waldschlösschen", Campingpark Buntspecht
"Eiscafe Behtke", An der Dranseschlucht

Wassersuppe

Wassersuppe ein Sackgassendorf mit 110 Einwohnern, dass 1441 erstmals urkundlich erwähntEin Wehr das manchmal "suppte" soll an der ungewöhnlichen Namensgebung schuld sein. Der Ort gehörte zu den Besitzungen derer von Wuthenows, die am See 1541 einen Wohnhof und 1608 einen Rittersitz errichteten.
Ferner gibt es hier das Gutshaus von der Hagen aus dem Jahre 1780.
Die Kirche von Wassersuppe ist ein Fachwerkbau in Saalform mit Dachturm aus dem Jahre 1756, der im 19. Jhd. als Backsteinbau erweitert wurde. Das Kirchenschiff hat barocke Rundbogenfenster, der ebenfalls barocke Altar ist aus dem Jahre 1703. Die Kirche von Wassersuppe galt als eine der Ärmsten im ganzen Havelland. Am See befindet sich ein Wasserwanderrastplatz und ein Verleih von Kajak und Canadier.

Hohennauen

wurde erstmals 1386 urkundlich erwähnt und gilt mit seinen etwa 750 Bewohnern als Eingangstor zum Ländchen Rhinow. Familie von Hagen besitzt seit dem 15. Jahrhundert ein Schloss. Das zweite große Gutshaus im Ort gehörte der Familie Kleist. Unter ihm sind Reste einer Burganlage gefunden worden. Bemerkenswert ist die barocke Kirche, die insgesamt drei Mal wiederaufgebaut wurde. Der massive Wehrturm mit den Schießscharten stammt aus dem Jahre 1200. Aus dem 16. Jahrhundert ist der geschnitzte Altar, die hölzerne Kanzel stammt aus dem Jahre 1610 und die Orgel ist aus dem 18. Jahrhundert und heute noch spielbar. An Seeufer gibt es eine Anlegestelle für die "MS Sonnenschein", die zwischen Hohennauen und Rathenow verkehrt.

Gaststätten:

Exquisites Fischrestaurant "Strandgut" am Hohennauener See
"Pille Palle" im Ortskern von Hohennauen

An der Lötze

Die Lötze, ein kleines Paradies am Hohennauener- Ferchesarer See, ist ein schlossähnliches Herrenhaus und liegt zwischen Hohennauen und Semlin. Früher war es eine Ziegelei, welche aber abbrannte. Der Berliner Fuhrunternehmer Robert Hennecke baute mit Hilfe von Kriegsgefangenen des ersten Weltkrieges ein Herrenhaus und einen Musterbetrieb für Viehhaltung und galt weithin als Vorbild. Zu DDR- Zeiten baute der VEB "Carl-Zeiss-Jena" ein Kinderferienlager, der Saal im Schloss wurde als Speisesaal genutzt.

Semlin

liegt am Südufer des Hohennauener- Ferchesarer Sees und wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. 1672 wurde die letzte Hexe in Rathenow, Anna Ropiens, verbrannt, sie verkaufte einem Leineweber aus Ferchesar ein verzaubertes Stück Butter, mit Dreck, Haaren und Wolle. Ca. 400 Einwohner und noch einmal so viele Betten für Touristen, sowie ein 24- Loch Golfplatz sind in Semlin zu finden. Die Fachwerkkirche stammt aus dem Jahre 1730 und wurde in vielen Jahren immer wieder neu restauriert und steht unter Denkmalschutz. Die Hufeisenempore trägt nach erfolgter Reparatur wieder eine Orgel.
Als Besonderheit wäre noch anzumerken, dass sich auf dem Kirchhof das Grab der Eltern und Geschwister des ehemaligen Reichsbankpräsidenten H. Schacht befindet. Die Kirche diente 1944/45 auch als Lager für optische Geräte, um 1900 gab es drei kleine Optikbetriebe in Semlin mit 6-8 Mitarbeitern, sie stellen Brillenfassungen und Brillenbügel her, später gingen die Betriebe nach Rathenow über.

Gaststätten:

In Semlin gibt es die "Fischerhütte am See", "Guthans Gasthof" am Dorfeingang, "Das Bauernstübchen", ein Restaurant für afrikanische Spezialitäten, sowie mehrere Eiscafes, einen Hafen am See und das "Wikingerschiff" als Attraktion. Eine Anlegestelle für die "MS Sonnenschein" aus Rathenow gibt es ebenfalls. Immer am ersten August- Wochenende findet in Semlin der bekannte Drei- Seen- Lauf statt. Es können 8 km, 18 km und 26 km - Touren gelaufen oder gefahren werden. An dieser Veranstaltung nahmen 2008 über 800 Teilnehmer teil.

Streckenplan: Lochow- Schönholz- Stölln- Neuwerder-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Lochow

wurde als Vorwerk von Ferchesar Anfang 1400 erstmals urkundlich erwähnt.
Derzeit wohnen 15 Einwohner hier, der Ortsteil hat viele Ferienhäuser. Als Besonderheit gilt das Forsthaus der Familie von Bredow, die zum Kriegsende enteignet wurde.
Es ging 1991 wieder zurück in den Familienbesitz. "Kartoffeln mit Stippe", der Bestsellerroman der Ilse Gräfin von Bredow, beschreibt ihre Kindheitserinnerungen an diese Gegend.

Stölln

Der derzeit etwa 250 Einwohner zählende Ort wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Er liegt im Rhinluch am 110 m hohen Gollenberg , dem höchsten Berg im Havelland. Die historischen Fachwerkhäuser, rote Ziegeldächer und die Dorfkirche, sowie die alte Brennerei mit dem Herrenhaus laden besonders zum Verweilen ein.

Vom Gollenberg bei Stölln startete Otto Lilienthal 1893 seine ersten Flugversuche. Hier finden Sie den "ältesten Flugplatz der Welt". Eine ausgemusterte Linienmaschine vom Typ IL 62, die "Lady Agnes", steht heute zur Erinnerung an den Flugpionier unweit des Gollenberges in Stölln. Im Flugzeug befindet sich eine Ausstellung über den ersten Flieger. Wer möchte, kann im Flugzeug heiraten.

Gaststätten:

Gasthof und Hotel "Zum 1. Flieger" und Hotel "Zum Schwalbennest"

Streckenplan: Lochow-Schönholz-Stölln- Rhinow-Spaatz-Hohennauen-Wassersuppe-Witzke-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Wassersuppe

Ein erster urkundlicher Nachweis über das Dorf stammt von 1441. Damals und ab 1775 erneut kam ein Teil des Ortes in den Besitz der Adelsfamilie von Hagen. Vom ehemaligen, recht einfachen Herrenhaus, das zu DDR-Zeiten von einer LPG genutzt wurde, ist nur noch ein Gebäudeteil vorhanden.
Um den Erhalt der Dorfkirche von 1756, einem Fachwerkbau engagiert sich ein kleiner privater Verein. Anlässlich der Denkmalpflege finden regelmäßig Sommerkonzerte statt.

Witzke

Witzke besitzt eine ähnliche Fachwerkkirche wie Wassersuppe. Zur Innenausstattung gehören ein barocker Kanzelaltar und Emporen sowie ein hölzernes Tonnengewölbe mit gemalten Kassetten.

Hohennauen

Die einst slawische Burg „Hus tu Hogenowen“ gelangte 1386 in den Besitz des Brandenburger Bischofs. Ab 1441 wurde die Familien von der Hagen mit Hohennauen belehnt, später erwarben weitere Adelsfamilien Anteile. Ein „von Rauchhaupt“ veranlasste um 1700 auf den Fundamenten der Burg den Bau eines Wohnhauses aus Eichenholzfachwerk mit unverputzten roten Ziegeln. Am nördlichen Ende des zugehörigen Gutsparks errichtete die Familie von der Hagen 1792 einen elfachsigen Putzbau mit Walmdach. Nach 1945 wurde er als Kinderheim und seit der Sanierung (1999-2001) wird er gewerblich genutzt.
Die ehemalige Patronatskirche von 1710-20 wurde in den 80er Jahren restauriert. An der südlichen Außenwand ist eine Sonnenuhr angebracht. Die sehr sehenswerte Innenausstattung stammt aus Stiftungen der Patronatsfamilien – großteils der Familie von der Hagen.

Stölln

Der 1441 erstmals urkundlich erwähnte Ort wurde durch die Flugversuche des deutschen Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal berühmt. Eine ausgemusterte Iljuschin 62 auf einer Wiese bei Stölln, ein Gedenkstein am Nordhang des Gollenbergs, demnächst wohl auch eine Gedenkstätte in der alten Brennerei im Ort erinnern an ihn.

Streckenplan: Lochow-Ferchesar-Stechow-Kotzen-Kriele-Liepe-Möthlow-Barnewitz-Garlitz-Buckow-Nennhausen-Stechow-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Liepe

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ließen zwei Brüder aus dem Geschlecht derer von Bredow in Liepe ein recht schlichtes Herrenhaus mit Gutshof, Brennerei, einigen Nebengebäuden, einem Rinderstall und einer Parkanlage errichten. In den letzten Jahren übernahmen private Investoren das historische Anwesen und sanierten es. Anlässlich der Landesgartenschau 2006 wurde eine kunstvoll gestaltete, sehr sehenswerte Garten- und Erlebnislandschaft vorgestellt, die sich äußerst anmutig in die umliegende Landschaft des Havelländischen Luchs einfügt.
Jeden zweiten Sonntag im Monat wird der Gutshof zum Marktplatz mit regionalen Produkten und Handwerkskunst. Informationen über weitere Veranstaltungen www.gutshof-liepe.de bzw. 033876 4001-0.

Möthlow

Das einzige Bienenmuseum Brandenburgs zeigt anhand von 800 Ausstellungsstücken wissenswertes über das Imkereiwesen.

Großtrappenschutzzone bei Buckow

Die stark vom Aussterben bedrohte Großtrappe ist in Deutschland nur noch in Schutzgebieten in Brandenburg und dem angrenzenden Sachsen-Anhalt anzutreffen. Ursprünglich ein Steppenvogel, wanderte die Großtrappe erst im Mittelalter bei uns ein. Die ruhigen, abwechslungsreichen Acker-, Grün- und Brachflächen boten dem scheuen Vogel bis ins 20. Jahrhundert hinein optimale Lebensbedingungen. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft, dem Ausbau der Verkehrswege und der Errichtung von Energiefreileitungen gingen sie verloren.
Seit 1978 beschäftigen sich Mitarbeiter einer staatlichen Vogelschutzstation bei Buckow mit der Forschung, Pflege und Aufzucht der Großtrappe. Sie können die höchste Erfolgsquote bei der Aufzucht und Auswilderung von Jungtieren vorweisen. 2006 lebten 50 von deutschlandweit etwa 75 Großtrappen in der Buckower Schutzzone. Von den Beobachtungstürmen aus kann man die Tiere das ganze Jahr über sehen.

Streckenplan: Lochow- Ferchesar- Stechow-Nennhausen-Garlitz-Barnewitz-Gortz-Päwesin-Lünow-Butzow-Ketzür-Gortz-Banewitz-Garlitz-Nennhausen-Stechow-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Fritze Bollmann

Nordöstlich von Brandenburg erstreckt sich der 18 Kilometer lange Beetzsee, ein Havelsee aus drei zusammenhängenden Seen. Offizielle Badestellen findet man am Ufer an der Regattastrecke beiBrandenburg, in Butzow und Ketzür sowie am Ostufer bei Radewege. Weitaus interessanter ist der unter Naturschutz gestellte, mäßig saubere See jedoch für Wassersportler.
Durch ein Spottlied wurde der Beetzsee über die Landesgrenzen hinaus bekannt: „... Fritze Bollmann wollte angeln, dabei fiel die Angel rin. Fritze Bollmann wollt sie langen, dabei fiel er selber rin ...“
Johann Friedrich Bollmann kam 1852 in Salbke bei Magdeburg als Sohn eines Leinewebers zur Welt. Mit 23 Jahren war er Barbiersgehilfe in Brandenburg und nach mehrjährigem Aufenthalt in anderen Städten eröffnete er 1882 ein eigenes Barbiergeschäft in der Altstadt. Seine Frau, die ein uneheliches Kind in die Ehe mitbrachte, gebar 10 weitere Kinder, von denen nur drei am Leben geblieben sind. Nachdem Bollmann in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war und sich häufiger dem Alkohol hingab, begannen Brandenburger Kinder auf der Straße, ihn zu verspotten.

Anlässlich eines Sturzes aus einem Kahn bei einer Angeltour dichteten die Kinder einige Strophen des heute so bekannten Spottlieds auf ihn. Als der Text über Postkarten verbreitet wurde, konnte Bollman zwar ein gerichtliches Verbot des Kartenvertriebs erwirken, doch das Lied wurde in immer neuen Varianten munter weiter gesungen. Selbst ein Wegzug rettete ihn nicht davor, zur Spottfigur verdammt zu sein. 1901 starb er als armer Mann in Brandenburg.

Päwesin

Im als Pusyn 1197 urkundlich erwähnten Päwesin sind mehrere Vierseitenhöfe aus Ziegelstein aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Die Päwesiner Barockkirche mit ihrer geschwungener Turmhaube von 1727/28 besitzt im Inneren eine ebenfalls barocke Altarwand mit Kanzel. 1813 schuf Johann Friedrich Turley die Orgel. Die Glocke stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Riewend

Aufgrund des sehr reichhaltigen Fundmaterials – auch an slawischer Keramik – wird bei Riewend eine der wichtigsten Burganlagen des einstigen Slawenstammes der Heveller vermutet.

Streckenplan: Lochow-Schönholz-Stölln- Rhinow-Prietzen-Gülpe-Parey-Hohennauen-Wassersuppe-Witzke-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Wassersuppe

Ein erster urkundlicher Nachweis über das Dorf stammt von 1441. Damals und ab 1775 erneut kam ein Teil des Ortes in den Besitz der Adelsfamilie von Hagen. Vom ehemaligen, recht einfachen Herrenhaus, das zu DDR-Zeiten von einer LPG genutzt wurde, ist nur noch ein Gebäudeteil vorhanden.
Um den Erhalt der Dorfkirche von 1756, einem Fachwerkbau engagiert sich ein kleiner privater Verein. Anlässlich der Denkmalpflege finden regelmäßig Sommerkonzerte statt.

Witzke

Witzke besitzt eine ähnliche Fachwerkkirche wie Wassersuppe. Zur Innenausstattung gehören ein barocker Kanzelaltar und Emporen sowie ein hölzernes Tonnengewölbe mit gemalten Kassetten.

Hohennauen

Die einst slawische Burg „Hus tu Hogenowen“ gelangte 1386 in den Besitz des Brandenburger Bischofs. Ab 1441 wurde die Familien von der Hagen mit Hohennauen belehnt, später erwarben weitere Adelsfamilien Anteile. Ein „von Rauchhaupt“ veranlasste um 1700 auf den Fundamenten der Burg den Bau eines Wohnhauses aus Eichenholzfachwerk mit unverputzten roten Ziegeln. Am nördlichen Ende des zugehörigen Gutsparks errichtete die Familie von der Hagen 1792 einen elfachsigen Putzbau mit Walmdach. Nach 1945 wurde er als Kinderheim und seit der Sanierung (1999-2001) wird er gewerblich genutzt.
Die ehemalige Patronatskirche von 1710-20 wurde in den 80er Jahren restauriert. An der südlichen Außenwand ist eine Sonnenuhr angebracht. Die sehr sehenswerte Innenausstattung stammt aus Stiftungen der Patronatsfamilien – großteils der Familie von der Hagen.

Stölln

Der 1441 erstmals urkundlich erwähnte Ort wurde durch die Flugversuche des deutschen Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal berühmt. Eine ausgemusterte Iljuschin 62 auf einer Wiese bei Stölln, ein Gedenkstein am Nordhang des Gollenbergs, demnächst wohl auch eine Gedenkstätte in der alten Brennerei im Ort erinnern an ihn.

Streckenplan: Lochow-Dickte-Kleßen-Friesack-Vietznitz-Warsow-Brädikow-Wagenitz-Senzke-Haage-Görne-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Kleßen

Kleßen befand sich von 1352 bis 1932 mit kurzer Unterbrechung im Besitz der von Bredows. Das jetzige dreiflüglige, denkmalgerecht restaurierte Herrenhaus stammt von 1723.
Als märkischer Gutsgarten mit Gartencafe war der 1800 entstandene Landschaftspark 2006 Außenstandort der Landesgartenschau Rathenow. In der alten Dorfschule befindet sich ein Spielzeugmuseum (Telefon 033235/29311).

Friesack

Im Ackerbürgerstädtchen Friesack kann man am 1995-2000 restaurierten Marktplatz kleine Details sowie hübsche Fachwerk- und andere alte Häuser entdecken.

Vietznitz

In ihrem Vorwerk Vietznitz betrieben die von Bredows lange Zeit eine Meierei. Am Südgiebel des Herrensitzes von 1907/08, einem neugotischen Bau mit prächtigen Giebeln und einst sechseckigem, zinnenbewehrten Turm ist ein gut erhaltenes Familienwappen zu sehen.

Wagenitz

1427 erwarben die von Bredows das 1353 erstmals erwähnte Dorf Wagenitz. Die Parkanlage mit ihrem 100jährigen Baumbestand wurde 1990 durch ABM-Kräfte ausgeholzt. Ein Teich ist noch vorhanden. Im Ganzen erinnert jedoch kaum etwas an den hochherrschaftlichen Landschaftspark. Der Schwedenturm von 1571 gehörte ursprünglich zur Küche des Rittergutes. Er beherbergt heute ein Museum.

Streckenplan: Lochow-Ferchesar-Stechow-Nennhausen-Buckow-Garlitz-Marzahne-Pritzerbe-Jerchel-Milow-Mögelin-Rathenow-Semlin-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Nennhausen

Der Ort schmiegt sich an den Fuß des 92 Meter Hohen Rott. Im 14. Jahrhundert war die Familie von Stechow Hauptbesitzer des Ortes, später folgten weitere bekannte märkische Adelsfamilien. Anfang des 18. Jahrhunderts errichteten die „von Briest“ das Herrenhaus mit einer barocken Gartenanlage, 1780 wurde der Landschaftspark angefügt.
Nachdem der von einer Hugenottenfamilie abstammende Dichter Friedrich de la Motte Fouqué in die Familie von Rochow eingeheiratet hatte, entwickelte sich Nennhausen – ähnlich wie Rheinsberg – zu einem märkischen Musenhof.
Der neugotische Umbau des Herrenhauses erfolgte 1848, dessen Rekonstruktion 1999 bis 2001 unter Alexander von Stechow. In der nebenstehenden Orangerie finden Ausstellungen statt.
Der Landschaftspark ist öffentlich zugänglich.

Buckow

Buckow besitzt eine ungewöhnlich mächtige Kirche. Sie entstand 1344 vermutlich als eine Heilig-Blut-Wallfahrtskirche im hochgotischen Stil. Hostienwundern bzw. sogenannten blutenden Hostien wurden im 14. Jahrhundert magische Kräfte zugesprochen. Der Turm stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Dessen Wetterfahne – ein Fisch – zeugt vom einstigen Fischerdorf Buckow. Im Innenraum befindet sich ein kunstvoll geschnitzter Kanzelaltar von 1730 und ein zierliches, hölzernes Taufbecken mit gewundenem Fuß von 1734.

Rathenow

Rathenow gilt als Wiege der Optik. 1801 entwickelte Johann Heinrich August Dunker eine Schleifmaschine zur rationellen Herstellung von Brillengläsern. Zu DDR-Zeiten arbeiteten in den „Rathenower-Optischen-Werken (ROW)“ mehrere 1.000 Menschen.
Sehenswert sind die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert, im 15. und 16. Jahrhundert umgebaut, das brocke Sandsteindenkmal zu Ehren des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, und der 1914 eingeweihte Bismarkturm am Weinberg.

Streckenplan: Lochow- Ferchesar- Stechow-Kotzen-Kriele-Senzke-Pessin-Paulinenaue-Ribbeck-Berge-Groß Behnitz-Klein Behnitz-Bagow-Gortz-Barnewitz-Garlitz-Nennhausen-Stechow-Ferchesar-Lochow

Sehens- und Erlebenswertes:

Senzke

Der Ort gehörte seit seiner urkundlichen Erwähnung 1353 der Familie von Bredow. Das heutige neunachsige, spätklassizistische Herrenhaus aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts befindet sich als eine Begegnungs- und Arbeitsstätte für Kunstschaffende. Die Parkanlage mit der 250 Jahre alten Platanenallee schuf Joachim Heinrich Fintelmann in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das denkmalgerecht restaurierte Gärtnerhaus am Parkrand ist der königlichen Hofgärtnerfamilie gewidmet. Die gegenüberliegende Kirche wurde 1857 im Stil der Schinkelschule erbaut.

Paulinenaue

Aus einem kleinen Vorwerk entstand ab 1833 zunächst unter Friedrich Wilhelm von Knoblauch eine der modernsten Gutshofanlagen im Havelland.

Mit der Anbindung an die Eisenbahnlinie Berlin-Hamburg 1847 zogen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr Bahnerfamilien in den Ort. Zwischen 1912 und 1917 erwarb ein bürgerlicher Gutsherr Paulinenaue und erweiterte das neunachsige Herrenhaus u.a. mit einer großen Terrasse zum heute denkmalgeschützten Park hin. 1924, als Paulinenaue selbstständige Landgemeinde wurde, übernahm der Diplomlandwirt Dr. Werner Schuring das Restgut und betrieb mit neuen landwirtschaftlichen Methoden und Maschinen erfolgreich Viehzucht und Gemüseanbau. Der Garten-, vor allem der Erdbeeranbau brachte damals vielen Dorfbewohnern ein Auskommen. 1932 erhielt der Ort eine moderne Kirche. 1949 wurde Paulinenaue der Akademie der Wissenschaften übergeben. Damit, und zunächst unter der Leitung von Professor Eilhard Alfred Mitscherlich, begann in Paulinenaue eine intensive Phase der Grundlagenforschung in der Landwirtschaft. Nach Abwicklung des agrarwissenschaftlichen Nachfolge-Instituts 1991 sind mittlerweile wieder einige Nachfolgeeinrichtungen bzw. kleinere Außenstellen anderer Forschungsstätten in Paulinenaue vertreten.

Ribbeck

Durch das Fontane-Gedicht: „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sind die alteingesessene märkische Adelsfamilie und ihr Stammsitz in Ribbeck über das Land hinaus bekannt geworden. Bereits 1375 besaßen sie fast alle Herrschaftsrechte im Dorf und 1485 ist ihr hiesiger Rittergutssitz bekannt. Aufgrund mehrfacher Besitzteilungen blieben die Einkünfte meist niedrig. Erst ab dem Ende des 17. Jahrhunderts besserte sich die wirtschaftliche Lage der Eigentümer durch Zusammenführung der Güter.
Sehenswert im Ort ist das ehemalige Herrenhaus der Familie von Ribbeck aus dem frühen und späten 19. Jahrhundert, das seit 2005 dem Landkreis Havelland gehört. Gegenwärtig wird es saniert. 2008 sollen seine Pforten wieder öffnen und Räumlichkeiten für ein Standesamt, ein Restaurant, Ausstellungen und örtliche Verbände bieten.
Die Kirche aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde durch das Engagement der Gemeinde und mit Mitteln der Deutschen Denkmalstiftung in den 1990er Jahren instandgesetzt. Zu verschiedenen Veranstaltungen oder auch täglich bei Kaffe und selbstgebackenem Kuchen können Nichtchristen und Christen hier zusammenkommen und den Baumstumpf des „originalen“ Birnbaums im Innenraum der Kirche oder den zum x-ten Mal neu gepflanzten Baum südwestlich der Kirche bei seinem Lebenskampf betrachten. Daneben, im alten Waschhaus, einem restaurierten Ziegelbau, werden regionale Produkte verkauft.
In der Alten Schule sind auf Initiative des Kinder- und Jugendfördervereins V.I.F. e.V. eine Touristen-Information, eine hübsche Cafestube und ein historisches Dorfschulzimmer mit allerlei anschaulichen Unterrichtsmaterialien eingerichtet worden.

Klein und Groß Behnitz

1866 kaufte Albert Borsig, ein erfolgreicher Industrieller, für 450.000 Taler die mittlerweile verschuldeten Güter in und um Behnitz. Mit großem Aufwand ließ er das Herrenhaus im Stil der italienische Renaissance in ein „Borsig-Schloss“ umwandeln. Beim Abriss des Oranienburger Tors – die Stadt Berlin war längst über ihre Stadttore hinausgewachsen – erwarb er die von Carl von Gontard geschaffenen Sandsteintrophäen, welche die Toreinfahrt zum Groß Behnitzer Gutshof schmücken.
In Anlehnung an die Schinkel-Schule entstand zwischen 1868 und 1875 ein einheitliches Gebäudeensemble im italienisierenden Villenstil, das sich bis heute erhalten hat. Auf Albert Borsigs Wunsch hin hielten auf seinem eigenen Bahnhof Züge, die seine Waren und Gäste transportierten. Alberts Sohn, Ernst von Borsig senior, bereicherte den Park um 1900 durch manch seltene Baumart. Ernst von Borsig junior, promovierter Land- und Volkswirt, erprobte auf dem landwirtschaftlichen Musterbetrieb ab 1935 den Einsatz moderner Landtechnik.
Das Schloss wurde nach einem Brand 1947 abgerissen, die verbliebenen Gebäude nutzte später eine LPG.
Inzwischen wird das Ensemble durch einen privaten Investor denkmalgerecht restauriert. Ein kulturtouristischer Ort soll entstehen. Im bereits fertigen Verwaltungsgebäude finden Ausstellungen statt. Der angrenzende Rinderstall soll ein Restaurant und eine Brauerei, der Kälberstall eine Dampfbäckerei mit Kaffeeausschank und Seeterrassen sowie eine Fleischerei aufnehmen. Auf der Westseite der Groß Behnitzer Kirche ist die sehr romantisches Erbbegräbnisstätte der Familie Borsig von 1866 zu besichtigen.

Bagow

Einige Jahrzehnte lebte die in Ribbeck heimische Adelsfamilie von Ribbeck auf dem 1772 erworbenen Gutshof aus der Renaissancezeit, der heute unter Denkmalschutz steht.

Gortz

Für die spätmittelalterliche Dorfkirche, die 1707-24 erneuert und um einen rechteckigem, schiefergedecktem Westturm ergänzt wurde, engagiert sich ein Förderverein.